Kia Ceed Sportswagon

Auch wenn der Ceed SW im Vergleich zu den vielen SUV-Modellen optisch gediegen wirkt, seine von oben nach unten verjüngende Fensterlinie, ein integrierter Dachspoiler über der angeschrägten Heckscheibe und angedeutete Luftauslässe an den äußeren hinteren Ecken verströmen jedenfalls einen Hauch Dynamik.

Die dritte Generation des Kia Ceed kommt mit neuester Technik, agilerem Fahrverhalten, modernem Interieur und athletischem Design.

Der SW spielt die Rolle des praktischen Alltagsbegleiters perfekt. Und das mit viel Liebe zum Detail. Da ist zum einen die sonst eher bei Premiumfahrzeugen beheimatete dreigeteilte Lehne der Rücksitzbank (40:20:40) und zum anderen die sensorgesteuerte Heckklappe, bei der es nicht einmal des sonst üblichen Fußwischers unter dem Fahrzeugheck bedarf. Hier reagiert der Öffnungsmechanismus auf das Nähern des Schlüssels und gibt nach viermaligem Willkommensgruß mit dem Blinker selbständig das Gepäckabteil frei.

Mit üppigen 625 Litern Volumen in der Standardkonfiguration bietet der neue Ceed nicht nur gut 100 Liter mehr als der Vorgänger, sondern spielt auch schon fast eine Liga höher. Mit zur  Berechnung zählen drei unter der Ladefläche liegende größere Staufächer, von denen eines auch das Rollo bei Nicht-Gebrauch aufnimmt. Das ist vielfach immer noch keine Selbstverständlichkeit. Und das Gepäcknetz (ausstattungsabhängig) verschwindet sogar noch in einem eigenen Schlitz. Freuen darf man sich andererseits wieder über eine kleine Trittschutzleiste auf dem Seitenschweller, die beim Beladen des Dachgepäckträgers sehr dienlich ist. 

Bei der Motorisierung geht es mit 100 PS und einem 1,4-Liter-Sauger los. Vielfahrer dürften zum 1,6-Liter Diesel mit wahlweise 116 PS oder 136 PS greifen. Den meisten Zuspruch verspricht sich Kia für den 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS wie in unserem Testwagen. Der läuft weich, ist im Leerlauf kaum zu hören und sorgt für flotten Vortrieb. Im Sportmodus des wahlweisen Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebes braucht die Schaltung aber eine spürbare Sekunde, bis der Gasbefehl umgesetzt wird. Wer will, kann auch manuell am Wählhebel mitmischen. Nötig ist das aber nicht, da die DCT-Stufen im Standardprogramm gut und komfortabel aufeinander abgestimmt sind. Als fünfte Motorenoption steht noch ein 120-PS-Dreizylinder zur Wahl.

 

Komfortabel unterwegs: Das Fahrwerk wurde sorgfältig abgestimmt.


Mit gut 1.000 Euro Gepäckaufschlag gegenüber dem Schrägheck fährt der Ceed SW zu Preisen ab 18.690 Euro vor. Damit beweisen die Koreaner, dass sie nach wie vor immer noch recht günstig sind. Für das Geld bekommt man den Klassenprimus unter den Kompakten noch nicht einmal als Dreitürer mit 85 PS. 
Das Spitzenmodell Platinum mit dem stärksten Diesel lässt für den doppelten Preis der Basisversion dann so gut wie keine Wünsche mehr offen. Das reicht vom automatischen Fernlicht über die Rückfahrkamera bis hin zum Stauassistenten, Lederausstattung und ausstellbarem Glasschiebedach sowie belüftbaren Vorder- und beheizbaren äußeren Rücksitzen. Die beiden einzigen Extras, die Kia dann noch bietet, sind das DCT und die Sonderlackierung in Deluxeweiß Metallic. 

Daten Kia Ceed SW/Platin/1.4 T-GDI:

Länge x Breite x Höhe (m): 4,60 x 1,80 x 1,47
Radstand (m): 2,65
Motor: R4-Benziner, 1353 ccm, Turbo, Direkteinspritzung 
Leistung: 103 kW / 140 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 242 Nm bei 1500–3200 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 206 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,5 Sek. 
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 5,7–5,9 Liter
CO2-Emissionen: 127 g/km (Euro 6d-Temp)
Leergewicht / Zuladung: min. 1.439 kg / max. 498 kg
Kofferraumvolumen: 625–1694 Liter
Wendekreis: 10,6 m
Garantie: 7 Jahre
Testwagen: 32.790 Euro

Das hat uns gefallen:

  • gutes Platzangebot vorn
  • umfangreiche Serienausstattung
  • viele Assistenzsysteme
  • sicheres und ausreichend komfortables Fahrwerk
  • moderater Verbrauch und sehr sauberes Abgas

 Das hat uns nicht gefallen:

  • gutes Platzangebot vorn
  • viele Extras an Pakete gebunden
  • kein Fehlbetankungsschutz
  • LED-Scheinwerfer ohne automatische Leuchtweitenregulierung 

©Hersteller

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