OPEL Grandland x Ultimate

Opel Grandland X - so schön kann Opel sein

In den vergangenen Monaten hat Opel eine beachtliche Entwicklung durchlebt. Aus dem Sorgenkind der deutschen Automobilindustrie ist nach dem Einstieg des französischen PSA-Konzerns (Peugeot, Citroën) ein selbstbewusster und eigenständiger Teil des Pariser Konzerns geworden. 

Äußerlich steht das Kompakt-SUV mit mächtigem Karosseriekörper und schmalem Dachbereich da. Der Kühlergrill ist auffallend groß und auch die SUV-typische Seitenbeplankung fällt üppig aus. Fast schon elegant dagegen die bumerangförmige Gestaltung der hinteren Dach-Säule, die dem Grandland X seine eigene Note verleiht. Auch die zweifarbige Lackierung hebt die gelungenen Proportionen deutlich hervor. Auch wenn der Grandland optisch so tut, als sei er ein Geländewagen, seine Stärken sind Komfort und Ausgewogenheit.

Haptisch wie optisch edles Design im Cockpit

 Das Cockpit zeigt sich wertig und sauber verarbeitet, doch eher zurückhaltend. Dank Touchscreen ist die Zahl der Schalter erfreulich klein. Ins Auge fallen pfiffige Detaillösungen wie der multifunktionale Raumteiler im Getränkehalter der Mittelkonsole, das Gummiband zum Befestigen des Smartphones auf der induktiven Ladeplatte. Ein Manko: Die  Rücksitzbank ist nicht verschiebbar, so bleibt es bei 515 Liter Kofferraumvolumen. Ein Muss ist die Rückfahrkamera, denn der Grandland X ist unübersichtlich.

Das Fahrverhalten zählt zu den Stärken des Opels. Den hervorragenden Federungskomfort verdankt er wohl seinen französischen Genen. Auch mit 18-Zoll-Bereifung steckt er selbst kurze Unebenheiten gelassen weg. Die Lenkung spricht rasch und präzise an und erweist sich als erfreulich leichtgängig. Allrad bleibt auf der Wunschliste, selbst das Topmodell „Ultimate“ muss mit Frontantrieb auskommen. Allrad mit SUV-Karosserie gibt es bei Opel eben nur im Mokka X. Statt vier angetriebener Räder offeriert Opel beim Grandland eine elektronische Traktionskontrolle, die fünf verschiedene Einstellungen für Schnee, Matsch, Sand sowie trockene oder nasse Fahrbahnen erlaubt.

Der 180 PS starke Benzinmotor macht in Verbindung mit der Achtgang-Automatik reichlich Spaß. Sparfüchse werden feststellen, dass selbst schon die 130 PS des ebenfalls lieferbaren 1,2-Liter-Dreizylinders für den Grandland X ausreichen. Mit Intelli-Link samt Onstar-Onlinedienst, aktivem Spurhalter und Toter-Winkel-Warner sowie automatischem Notbremssytsem, automatischem Abblendlicht, Verkehrszeichenerkennung und beheizbarem Lederlenkrad ist der Grandland X hinreichend bestückt. Auch Surround-View und eine automatische Einparkhilfe fehlten im Testwagen nicht. (OW)

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