Kalifornien startet in neue Ära der Automobilgeschichte

Im April startet in Kalifornien eine neue Ära der Automobilgeschichte: rund 50 Automobilhersteller haben um Lizenzen angesucht, um autonomes Fahren ohne Sicherheitsfahrer an Board zu testen.

Bisher musste bei selbstfahrenden Autos ein Mensch als Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen, der bei Notfällen eingreifen und das Fahrzeug steuern konnte – diese Vorschrift wurde nun aber von der kalifornischen Verkehrsbehörde aufgehoben. So wird sich den Bewohnern also bald ein ungewöhnliches Bild auf den Straßen bieten, wenn Autos ohne Fahrer an einem vorbei rollen. Weder Lenkrad noch Pedale sollen in diesen Fahrzeugen vorhanden sein, jegliche Steuerung wird von einem Computer übernommen.

Um einen Antrag auf eine Lizenz für die selbstfahrenden Autos stellen zu können müssen allerdings gewisse Sicherheitsstandards erfüllt werden, um beispielsweise gegen Hackerangriffe und Cyberattacken geschützt zu sein. Anfänglich soll der Betrieb dieser Fahrzeuge per Funk überwacht und die Bewegungsdaten aufgezeichnet werden. Ebenso muss eine Strategie zur Kommunikation mit Polizisten entwickelt werden, denn auch ein autonomes Fahrzeug muss bei der Missachtung von Verkehrsregeln gestoppt werden.

Neben Kalifornien hat auch der US-Bundesstaat Arizona erste Tests mit selbstfahrenden Autos durchgeführt. So bekam das Google-Tochterunternehmen Waymo erstmals die Erlaubnis für einen autonomen Taxidienst in einem Stadtteil von Phoenix. Sollten die autonomen Fahrzeuge auch in anderen Bundesstaaten eingeführt werden, so steht gewiss eine große Gesetzesänderung bevor.