Mountainbike vs. Hahnenkamm!

©Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Was für viele wohl der absolute Albtraum und der blanke Horror ist, das war für Max Stöckl ein langersehntes Ziel! Max Stöckl ist ein Mann, der weiß was er will und sich schon seit mehr als 20 Jahren auf seinem Mountainbike der Jagd nach den Geschwindigkeits-Weltrekorden verschrieben hat.

Bereits 2007 jagte der Downhill Mountainbiker mit 210 km/h über den Schnee der chilenischen Anden und holte sich 2016 in der Atacama-Wüste mit 167,6 km/h Topspeed auch den Weltrekord auf trockenem Untergrund. Dem 43 jährigen geht es aber schon länger nicht mehr darum, alle Speedrekorde zu knacken, sondern viel mehr darum, ganz besondere und ausgefallene Projekte umzusetzen und seine rasanten Träume Realität werden zu lassen.

Am 20. Jänner 2018 stellte Max Stöckl sich einer erneuten Herausforderung und setzte hinter ein lang ersehntes Ziel einen Haken. Die Streif: 3.312 m Streckenlänge, eine Neigung von bis zu 85%, 80 Meter weite Sprünge, Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h und bergauf nur mit Steigeisen zu bezwingen – eine Strecken, die selbst die abgebrühtesten Schifahrer ins Schwitzen und die Knie zum Zittern bringt. Diese Höllenstrecke im Renntempo auf Schi zu bezwingen erfordert Mut und heil im Ziel anzukommen ist nicht selbstverständlich. Ist diese Strecke auf Schi schon eine große Herausforderung, so vermag man sich doch nicht vorzustellen, was das auf einem Mountainbike bedeutet!

©Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Noch nie zuvor hat ein Athlet die Streif auf einem Mountainbike bezwungen – genau das Richtige für Max Stöckl! Perfekter Schnee und funkelndes Eis  warteten auf den Downhill-Profi, der sich mit seinem Serienbike, einem Karbon-Kotflügel und 15mm langen Stahlspikes schon vor dem großen Rennwochenende an den Start wagte.

„Die bekannten Schlüsselstellen waren auch für mich hart, wo ich schon sehr kämpfen musste, um die Tore zu erwischen!“

Als erste Mensch mit einem Mountainbike schoss Max Stöckl über die Ziellinie der frisch präparierten Streif. Mit unvorstellbarem Tempo und vollster Kontrolle über sein Bike meisterte der Downhill-Profi die Hausbergkante, die Mausefalle und den Lerchenschuss, bevor er mit letzter Kraft und einer Geschwindigkeit von 103,64 km/h ins Ziel raste. „Wenn man mit dem Radl auf so einem Hang fahren darf, ist es eine besondere Ehre, die ich mit dem nötigen Respekt behandelt habe, um möglichst nicht die getane Arbeit des Skiclubs zu vernichten und 100 Meter Zaun abzuräumen. Die bekannten Schlüsselstellen waren auch für mich hart, wo ich schon sehr kämpfen musste, um die Tore zu erwischen.“

Für den Streckenrekord von Fritz Strobl hat es zwar nicht gereicht, die Zeit von 3:06 Minuten lässt aber selbst die hartgesottenen Weltcup-Athleten staunen. Aber seht selbst!