Neuer Name, neues Konzept – Tagesheimstätte wird zu Generationentreff

Unter dem Namen „Generationentreffs“ präsentieren sich die sieben städtischen Tagesheimstätten ab Montag, 6. Februar, nicht nur unter einer neuen Bezeichnung, sondern auch mit einem neuen inhaltlichen Konzept. „Das Angebot der Tagesheimstätten erfreute sich zwar großer Beliebtheit bei den bestehenden Besuchern, war jedoch für eine jüngere Zielgruppe nur begrenzt attraktiv. Darüber hinaus trug auch das leicht verstaubte Image der Tagesheimstätten nicht zu einer Frequenzsteigerung bei“, begründet Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt die Neuerungen.

Die erste Tagesheimstätte wurde 1966 ursprünglich als Wärmestube für finanzschwache Welser Bürger konzipiert. Bis heute haben die sieben Welser Tagesheimstätten für Senioren einen Wandel: Gemeinsame Aktivitäten in geselliger Runde waren und sind beliebt. Zu Spitzenzeiten konnte man in den Tagesheimstätten durchschnittlich 45 Besucher jeden Alters pro Tag verzeichnen. In den vergangenen Jahren wurde jedoch ein Rückgang in den Besucherzahlen und ein „Nachwuchsproblem“ in einigen Tagesheimstätten verzeichnet. Diese Entwicklungen betrachtend stellte sich die Frage, ob das aktuelle Angebot noch zeitgemäß bzw. den Bedürfnissen – auch einer jüngeren Zielgruppe – angepasst ist.

Mit dem von Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Generationen-Stadträtin Josseck-Herdt in Auftrag gegebenen Zukunftsmodell „Generationentreffs“ haben sich die Verantwortlichen auf Basis einer Befragung der Fachhochschule OÖ eine Modernisierung und Anpassung der Angebote zum Ziel gesetzt. Die Projektarbeit der Fachhochschule OÖ basiert auf einer ausführlichen Literaturrecherche, Best-Practice-Beispielen sowie einer qualitativen Erhebung bei den Mitarbeitern und einer quantitativen Erhebung bei den Angehörigen der Besucher der Tagesheimstätten. Alle gewonnenen Ergebnisse bildeten die Basis für die Vorschläge zur Neugestaltung der zukünftigen Angebots- und Organisationsstruktur.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die städtischen Generationentreffs dienen als Orte der Begeg-nung sowie des gemeinsamen Austauschs und sind deshalb eine wichtige Einrichtung in unserer Stadt. Die nun präsentierte Neuausrichtung ist ein bewusstes Signal der Modernisierung und Öffnung für jüngere Zielgruppen.“

Zukunftsmodell „Generationentreffs“

Das nun präsentierte Konzept sieht offene Zentren für alle Generationen mit einer dementsprechend attraktiven und bedürfnisorientierten Angebotspalette vor. Die Angebote sollen vermehrt einen intergenerativen und interkulturellen Austausch ermöglichen. In erster Linie richtet sich das Angebot an Senioren ab 60 Jahren. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer bedürfnisgerechten Angebotspalette. Es soll sowohl Angebote für die „Aktiven“ als auch die „Ruheliebenden“, für die „Mobilen“ als auch die „gesundheitlich Eingeschränkten“ und „sozial Schwächeren“ geben. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Dienstleistern, Non-profit Organisationen und Vereinen vorgesehen. Mit einer optimierten Angebotspalette, einem neuen Namen sowie einem modernen Auftritt soll ein Imagewandel möglich gemacht werden.

 

Bild und Text: Öffentlichkeitsarbeit Stadt Wels