Handelsstadt Wels: vom „Leerstandskaiser“ auf einen Top-Platz

Mit einem Vermietungsgrad von 96,4 Prozent in der Innenstadt – gemessen in der österreichweiten Einzelhandelsstudie von Standort & Markt – rückt Wels innerhalb eines Jahres zu den Top-Handelsstädten Österreichs auf.

„Diesen Erfolg verdankt die Stadt dem neuem Wirtschaftsservice Wels, das in Kooperation mit der Stadt Wels, der Wels Marketing & Touristik GmbH, der Wirtschaftskammer Wels, der Betriebsansiedelungs GmbH und der Business Upper Austria den Leerstand der Geschäftsflächen um 7 Prozent verkleinern und somit umgerechnet die Leerstandsquote auf 3,6 Prozent senken konnte.“, erklärte dazu Wirtschafts-Stadtrat Peter Lehner bei einem Pressegespräch in Linz.

Aufgrund der optimalen Lage der Stadt, der Positionierung als eine der stärksten Wirtschaftsregionen und als bedeutender Standort für Bildung, Forschung und Entwicklung, bringe Wels bereits attraktive Bedingungen mit. „Mit dem Wirtschaftsservice Wels werden sämtliche Aktivitäten im Standortmarketing und der Betriebsansiedelung koordiniert und vernetzt. Davon profitieren sowohl neugegründete als auch ansässige Unternehmen“, so Lehner.

73 Anfragen bearbeitet das Wirtschaftsservice Wels aktuell in Fragen der gewerblichen Objekt- und Flächenansiedelung und 28 gewerbliche Ansiedelungen konnten bisher bereits fixiert werden. Lehner: „Einschließlich der 28 gewerblichen Betriebsansiedelungen konnten im Jahr 2016 durch die Aktivitäten des Wirtschaftsservice Wels circa 910 neue Arbeitsplätze geschaffen und zusätzlich rund 1100 Jobs am Standort Wels abgesichert werden.“

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Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner & Mag. Hannes Lindner

Wels hat ein „Luxusproblem“

Die Stadt habe nach Lehner aber auch ein „Luxusproblem. „Immer mehr Betriebe wollen sich in Wels und Umgebung ansiedeln, weil wir zu den stärksten Wirtschaftsregionen Österreichs zählen. Manche Anfragen müsse man abweisen. Größere Flächen sind schwer zu bekommen. Nicht zuletzt, weil wir ein Natura-2000-Schutzgebiet mit 2100 Hektar haben“, sagt Lehner. Daher soll die Kooperation mit den Umlandgemeinden in gemeindeübergreifenden Planungsthemen verstärkt werden. „Wels alleine kann nicht erfolgreich sein. Die Umsetzung des Projektes ‚Wirtschaftspark Voralpenland’ wird hier einen wichtigen Beitrag leisten“, sagt Wirtschafts-Stadtrat Lehner.

„Wels ermöglicht“

Das Wirtschaftsservice Wels ist eine der ersten Maßnahmen der Neupositionierung der Stadt Wels. „Wels ermöglicht“ lautet nicht nur das neue Wirtschaftsmagazin des Wirtschaftsservice Wels, sondern ist auch gleichzeitig eine der neuen Kampagnenbotschaften der Stadtmarke Wels. Die Kampagnen rund um den neuen Markenauftritt der Stadt Wels mit seinen Tochterunternehmen und Partnern ist ab sofort im neuen Magazin und auch online auf www.wels.gv.at/Wirtschaft-und-Verkehr sichtbar. Mehr als 20 Welser Unternehmer zeigen Wels als Weltmarktführer, Innovationsmotor und Handelsstadt – sowie auch als lebenswerte Stadt mit großen Vorzügen.

Auch im Jahr 2017 wird der Schwerpunkt auf der Erhöhung des Versorgungsgrades mit Flächen für die zahlreichen expandierenden und ansiedelungswilligen Unternehmen liegen. So wird 2017 die Bürozentrale von XXXLutz in der Römerstraße um drei Bauteile und eine zweigeschossige Tiefgarage erweitert und somit können mittelfristig über 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Standortmarketing konnten bereits acht neue Projekte in der Innenstadt fixiert werden. Auf rund 103 m² eröffnet in der Bäckergasse 20 „BUFFALO – Burger & Grill“ in Wels seinen 2. Standort nach Umbau Mitte Februar 2017. Juwelier Stockinger wechselt von der Ringstraße 24 auf eine größere Fläche mit rund 123 m² am Stadtplatz 43/Gortana Passage. Die Damenboutique „Valerie“ bringt mit der Neueröffnung ab 2. März 2017 skandinavische Modelabels in die Schmidtgasse 26 (ex Benetton Damen) nach Wels. Gloriette startet den Umbau und die Erweiterung um die bisherige IN Moden-Fläche im Februar in der Ringstrasse. Der Schuhspezialist „bequemschuhe.at“ eröffnet Anfang März am Kaiser-Josef-Platz 38 einen neuen Standort in Wels. T-Mobile wird bis Ende März innerhalb der Schmidtgasse übersiedeln.

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Foto: Wels Marketing & Touristik